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Start Neues vom Campus HEP 6: Berlin Französischer Dom – Hugenotten und Kirche

Französischer Dom – Hugenotten und Kirche

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Am Dienstag, den 25.10.2011 haben wir die Friedenstadtkirche am Gendarmenmarkt besucht. Während eines Vortrags konnten wir einiges über die Kirche und ihre Gründung erfahren.

Französische Protestanten (Hugenotten), die nach Berlin geflüchtet waren, gründeten die französische Kirche. Etwa 6000 Hugenotten fanden 1685 in Berlin eine neue Heimat. Die Gemeinde erhielt 1705 ihre erste eigene Kirche in Berlin.

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Johannes Calvin (*1509, +1546), der eigentliche „Kirchenvater“ der reformierten Kirche, legt die Bibel so aus, dass man das zweite Gebot sehr ernst nehmen muss. Dieses lautet:

„Du sollst dir kein Gottesbild machen und keine Darstellung von irgendetwas am Himmel droben, auf der Erde unten oder im Wasser unter der Erde.“

Aus diesem Grund ist die Kirche in allem sehr schlicht gehalten. Es gibt keinen Altar oder Opfertisch, sondern einen schlichten Abendmahlstisch. Die Kanzel befand sich beim Bau der Kirche vor 300 Jahren mittig in der Kirche. Die Menschen sollten sich während des Gottesdienstes auf die Auslegung des Wortes konzentrieren und nicht auf die Bilder an den Kirchenwänden.

1755 hat der Berliner Orgelmeister Leopold Christian Schmaltz die erste barocke Orgel im französischen Dom aufgebaut. 1983 wurde die im 2. Weltkrieg zerstörte Kirche nach dem Vorbild der Skizzen von 1905 wieder aufgebaut. Die Neue Orgel kam an einen anderen Platz. Die Ornamente der alten Orgel wurden zur Verzierung verwendet. Dabei fällt auf, dass sich im Strahlenkranz über der Orgel das einzige Bild befindet. Im Kirchlichen Sinne bedeutet dieses Zeichen die immerwährende und ewig wachsame Anwesenheit Gottes.

Der letzte Umbau war 2000. Wegen der Akustik wurde Teppichboden verlegt und da die Kirche für verschiedene Veranstaltungen, die dem Charakter des Ortes entsprechen, vermietet wird, wurde die Kirche mit einer normalen Bestuhlung ausgestattet. Bei einer der täglich statt findenden Orgelandachten hat ein Teil unserer Gruppe teilgenommen. Anschließend sind wir über das Treppenhaus des Turmgebäudes mit seinen 284 Stufen zur 40 m hohen Aussichtsplattform hinaufgestiegen. Im Treppenhaus hängt das größte Glockenspiel Berlins.

Erstellung des Berichts: S. Franz, V. Hodakov, S. Schulz

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Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 11. November 2011 um 01:01 Uhr