Kunsttherapie im Tiele-Winckler-Haus – Wohnprojekt Weißensee
„Farben und Formen wirken unmittelbar auf das Seelenleben des Menschen. Sich mit ihnen im bildnerischen, nonverbalen Prozess aktiv und beständig auseinanderzusetzen, kann uns anregen oder beruhigen, uns aufregen oder uns harmonisieren und ordnen.“ (Zitat: Kunsttherapie im TWH, Wohnprojekt Weißensee)
Die Tiele-Winckler-Haus GmbH ist eine Tochtergesellschaft der Stiftung Diakonissenhaus Friedenshort. Es werden unterschiedliche Lebens- und Betreuungsformen für Menschen mit geistigen und seelischen Beeinträchtigungen geboten. Sie ist ein Verbund von 7 Einrichtungen, vom Wohnheim mit ständiger Begleitung rund um die Uhr bis zum Betreuten Einzelwohnen. Es stehen rund 150 Plätze zur Verfügung. Es wird sich am christlichen Menschenbild orientiert. Die Projektleiterin des Wohnprojekts Weißensee ist Frau Schönemann, die künstlerischen Aktivitäten leitet der Kunsttherapeut Gerald Auler.



Neues vom Campus


Beinahe wäre ich auf dem Weg in unsere Unterkunft im Jugendgästehaus der Stadtmission Berlin an dem kleinen Café vorbeigegangen. Bei recht frischen Temperaturen saßen etwa zehn Gäste unter Sonnenschirmen vor der Tür. Draußen rumlaufen okay, aber draußen sitzen, dafür war es mir dann doch zu kalt. Aber wo Café drauf steht, muss es doch zumindest Kaffee geben und vielleicht auch ein Stück Kuchen. Also bin ich rein und war überrascht wegen der warmen Atmosphäre, die mir entgegenschlug. Und da war dann auch noch Schwester Inge.
Das Theater RambaZamba ist ein integratives Theaterprojekt für Menschen mit und ohne Beeinträchtigung. Spielstätte ist ein ehemaliges Stallgebäude auf dem Gelände der Kulturbrauerei in Berlin-Prenzlauer Berg. Die Kulturbrauerei, vorher eine Brauerei, existiert seit den 1990er Jahren. Das Theater Ramba Zamba gehört zur „Sonnenuhr“. Mehr als 60 Schauspielerinnen und Schauspieler spielen in zwei Ensembles Theater. Es wurde 1991 von Klaus Erfurth gegründet, dessen Sohn selbst das Down-Syndrom hat und im Ensemble ist.
Nach einem anstrengenden Donnerstagvormittag mit einem Projektbesuch schloss sich am späten Donnerstagnachmittag ein Besuch im Reichstagsgebäude beim direkt gewählten Abgeordneten des Wahlkreises Waldeck-Frankenberg/Schwalm-Eder Dr. Edgar Franke an. Nachdem wir alle die Sicherheitskontrolle am Eingang des Paul-Löbe-Hauses passiert hatten (das von vorsichtigen Teilnehmerinnen zur Studienfahrt mitgebrachte Pfefferspray musste abgegeben werden), begann eine kleine Zeit des Wartens, bis wir vom Besucherdienst in einen Raum geführt wurden, wo sich Dr. Franke trotz eng gestrickten Terminplans selbst eine Stunde Zeit für uns nahm.
Von Ausgrenzung über Integration zur Inklusion